KAP Sanierung und Modernisierung Verwaltungsgebäude

Sanierung und Modernisierung Verwaltungsgebäude für das Erzbischöfliche Ordinariat München

Info:

Planungs- und Bauzeit: 2010 – 2016
Durchführung: Thomas Schmid, Dana Steins, Thomas Müller, Nicole Bossel, Patrick Freund, Wolfgang Winter, Heiko Hoffmann, Ellena Kazzer, Ander Zaldua, Sonja Barth, Stephan Wollmershäuser
Ort: München
Leistungsphasen:
Lph 2,3 teilweise (Kosten und Termine)
Lph 6-8 komplett (Ausschreibung, Vergabe, Bauleitung)
ArGe mit Fink + Jocher Architekten und Stadtplaner (Lph 1-5)
Bauherr: Erzbischöfliches Ordinariat München
Tragwerksplanung: Barthel und Maus
Landschaftsarchitektur: Keller Damm Roser
Lichtplaner: Schmidt König
Elektroplanung: Raible + Partner
Haustechnik: IB Hausladen
Bauphysik: Müller BBM
Küchenplanung: pbb planungsbüro balke
Leitsystem: büro übele visuelle kommunikation
Fotos: Michael Heinrich

Aussenansicht mit Maxburg
Aussenansicht mit Maxburg

Der Gebäudekomplex befindet sich im Bereich des Ensembleschutzes der Münchner Innenstadt. Die Belange des Denkmalschutzes wurden intensiv mit der Unteren Denkmalschutzbehörde sowie dem Landesamt für Denkmalschutz abgestimmt.

Im Gebäudeinneren wurde der historische Bestand genau untersucht um auf Basis der Erkenntnisse wertvolle Bauteile weitestgehend zu erhalten und schonend auf die geänderten Nutzungsanforderungen sowie technischen und bauphysikalischen Standards zu ertüchtigen. Eine Außendämmung konnte durch die Realisierung von insgesamt 5500 m2 mineralischer Innenwanddämmung mit wassergeführter Wandheizung vermieden werden.

Im Innenhof der Anlage wurden unter Beratung des Bayrischen Landesamts für Denkmalpflege archäologische Grabungsarbeiten durchgeführt, die mehrere Monate dauerten und unter anderem Latrinen und Brunnen aus der frühesten Stadtgründungsphase Münchens zu Tage brachten. Für die Grabungskampagne wurde im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung eine Grabungsfirma beauftragt, die auf mittelalterliche Stadtarchäologie spezialisiert ist und die Arbeiten durch uns unter Beihilfe des BLfD überwacht.

Eine Besonderheit in der Baudurchführung war die Lage der Bebauung im Kernstadtbereich (Fussgängerzone) mit extrem beengten Platzverhältnissen für Anlieferung, Lagerung und Ausführung der Arbeiten, die eine komplexe Baustellenlogistik erforderlich machte. Umfangreiche Eingriffe in die Tragstruktur mit provisorischen Bauzuständen, eine Spritzbetonsanierung zur statischen Ertüchtigung von Rippendecken aus den 50er Jahren sowie die Ertüchtigung des Sargdeckels durch vorgespannte Stahlrahmen wurden in enger Zusammenarbeit mit der Tragwerksplanung realisiert.

Die teilweise hochwertigen Bestandsoberflächen wie Natursteingewände, Muschelkalk-Treppen oder Holzvertäfelungen wurden durch umfangreichen Maßnahmen geschützt, während benachbarte Bauteile teilweise in den Rohbauzustand rückgebaut wurden. Natursteinflächen wurden im JOS-Verfahren gereinigt, handwerklich überholt und saniert, ohne Ihre erhaltenswerte Patina zu verlieren.

Aussenansicht Maxburgstraße
Aussenansicht Maxburgstraße
Innenhof mit Foyeröffnung
Innenhof mit Foyeröffnung
Aussenansicht Foyeröffnung
Aussenansicht Foyeröffnung
Foyer Empfang
Foyer Empfang
Foyer Straßenniveau
Foyer Straßenniveau
Foyer Innenhofniveau
Foyer Innenhofniveau
Foyer Lichtsituation
Foyer Lichtsituation
Foyer mit Galerie
Foyer mit Galerie
Foyer Blick vom OG
Foyer Blick vom OG
Foyer Detail Aufzüge
Foyer Detail Aufzüge
Kapelle
Kapelle
Kapelle Altar
Kapelle Altar
Kapelle Kuppelkonstruktion
Kapelle Kuppelkonstruktion
Flur Beleuchtungssituation
Flur Beleuchtungssituation
Flur Türgewände Naturstein
Flur Türgewände Naturstein
Flur Orientierung Farbraum
Flur Orientierung Farbraum
Farbraum Flurende
Farbraum Flurende
Farben Orientierung
Farben Orientierung
Farbraum blau
Farbraum blau
Küche Free Flow
Küche Free Flow